IT-Kosten senken mit Third-Party Maintenance (TPM): Nachhaltig sparen ohne Qualitätsverlust

Ohne Technologie geht es nicht – doch leistungsfähige IT hat ihren Preis. Studien zufolge geben deutsche Unternehmen im Schnitt zwei bis drei Prozent ihres Jahresumsatzes für den IT-Bereich aus.* Konkret sind dies Ausgaben für moderne Hard- und Software, Cloud- und KI-Lösungen sowie für Energie und die Wartung der IT-Systeme.

Apropos Wartung: In den vergangenen Jahren hat sich Third-Party Maintenance (TPM) nach Ablauf der Garantiezeit als deutlich nachhaltigere und kostengünstigere Alternative zur Herstellerwartung etabliert, um die IT-Kosten zu senken.

Quelle: IT-Budget: So viel investieren deutsche Unternehmen in IT | CIO DE

Was ist Third-Party Maintenance (TPM)?

Third-Party Maintenance (TPM) bedeutet übersetzt Drittanbieter-Wartung. Gemeint ist die herstellerunabhängige IT Wartung von Systemen durch einen Drittanbieter. Es birgt erhebliche Einsparpotenziale und eignet sich insbesondere für Unternehmen, die nicht auf die neueste Hardware angewiesen sind. TPM Anbieter bieten IT Maintenance Verträge für Reparatur und Hardware Support und verfügen häufig über eigene Ersatzteillager (TPM-IT) mit Zugriff auf wiederaufbereitete Teile, die der OEM (Original Equipment Manufacturer) nicht mehr anbietet.

TPM vs OEM: Was sich wirklich rechnet

Studien zufolge verlangen Drittanbieter üblicherweise geringere Preise für Wartungsverträge – im Schnitt bis zu 50 bis 70 % weniger als Hersteller. Das liegt insbesondere daran, dass Drittanbieter ihre eigenen Ersatzteillager mit qualitativ hochwertigen Spare Parts vorhalten und herstellerunabhängig sind. Hersteller hingegen sind an ihre eigenen Produktionszyklen gebunden. Wenn Teile nicht mehr produziert werden oder in den eigenen Lagern verfügbar sind, können Kunden damit nicht beliefert werden. Ein Neukauf, der wirtschaftlich auch im Sinne des Herstellers ist, wird wahrscheinlicher.

Einsparpotenziale durch TPM: Bis zu 70 % weniger IT-Wartungskosten

Auch in puncto Service und Wartung bergen Drittanbieter für Rechenzentrumsbetreiber und IT-Verantwortliche ein großes Einsparpotenzial. Drittanbieter arbeiten mit Wartungsverträgen – so genannten SLAs, oder Service Level Agreements, die speziell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Dies führt insbesondere zu einer Kompetenzbündelung: Für ein Rechenzentrum, das IT-Assets von fünf Herstellern im Einsatz hat, würde dies normalerweise bedeuten, dass sich die IT Verantwortlichen in puncto Wartung mit fünf unterschiedlichen Vertragskonditionen und Ansprechpartnern auseinandersetzen müssten. Ein SLA mit einem Drittanbieter kann so flexibel gestaltet werden, dass es die Wartung aller Geräte umfasst.

IT-Kosten senken: Welche Systeme lassen sich mit TPM warten?

Grundsätzlich kann Third Party Maintenance (TPM) eine Vielzahl von IT-Lösungen und Systemen abdecken. Dazu gehören beispielsweise Server- und Speichersysteme, Netzwerksysteme sowie stationäre Geräte einer großen Anzahl von Herstellern. Doch es gibt Einschränkungen.

Einschränkungen bei der Drittanbieter-Wartung

Einige Hersteller schließen in ihren Bedingungen die Wartung durch Drittanbieter aus. Eine Wartung durch Dritte kann in diesen Fällen zum Verlust der Garantie führen. Nach Ablauf der Garantie kann TPM dennoch eine sinnvolle Ergänzung sein, um die Lebensdauer ansonsten vorzeitig ausgemusterter Geräte zu verlängern.

Andere Hersteller beschränken die Drittanbieter-Wartung auf herstellerzertifizierte Partner. Wenn diese autorisierten Servicepartner anschließend Serviceleistungen durchführen, wird die Garantie nicht beeinträchtigt.

EOSL-Geräte bleiben dank Drittanbieter-Wartung länger im Einsatz

Der Hardware-Lebenszyklus endet mit dem so genannten EOSL Datum – End of Service Life. Ist dieses Datum erreicht, ist die Herstellergarantie bereits erloschen und Software Updates werden nicht mehr zur Verfügung gestellt. Viele IT-Geräte funktionieren dennoch sehr gut und es bedarf theoretisch noch keiner Erneuerung. Auch hier kommt TPM ins Spiel, denn sie bietet IT-Wartung über den Herstellersupport hinaus. Dank der umfangreichen Ersatzteillager können viele Geräte in ihrem funktionalen Zustand erhalten bleiben, ohne dass es einer Erneuerung bedarf. Wann diese letztendlich ansteht, entscheiden allein die IT-Verantwortlichen selbst.

Strategische Wahl: TPM für nachhaltige IT-Planung

Für eine nachhaltige IT-Planung ist TPM eine wichtige Säule, die schon bei der Anschaffung der Systeme mitgedacht werden sollte. Zentrale Fragen beinhalten dabei etwa, inwieweit sich ein Unternehmen von einem Hersteller abhängig machen möchte, der auch nach Ablauf der Garantie- und Servicebereitstellungszeit keine Drittanbieter-Wartung zulässt. Auch die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von Service- und Supportzentren sind dabei zentrale Überlegungen.

TPM-Vorteile: Betriebskosten senken und Flexibilität gewinnen

In puncto Kostensenkung und Flexibilität spielt TPM in der IT-Ressourcen-Planung eine wichtige Rolle. IT-Verantwortliche profitieren dabei auf mehreren Ebenen:

1. IT-Kosten senken

IT-Kosten lassen sich häufig spürbar senken, da Drittanbieter herstellerunabhängig agieren und so auf einen größeren Fundus an Hardware sowie vielseitig erfahrene Techniker zugreifen können.

2. Längerer Hardware-Lebenszyklus

Auch nach dem EOSL-Datum kann IT weiterhin zuverlässig funktionieren. Da Drittanbieter nicht an diese Fristen gebunden sind, lässt sich die Nutzungsdauer der Systeme verlängern. Neuanschaffungen werden so meist erst deutlich später erforderlich.

3. Flexible Laufzeiten und SLA-Modelle

Je nach Heterogenität und Art der IT bieten Drittanbieter oft flexiblere Laufzeiten und SLA-Modelle. Statt starre, vom Hersteller vorgegebene SLAs akzeptieren zu müssen, können Unternehmen gemeinsam mit dem TPM-Anbieter flexible Vereinbarungen entwickeln, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das steigert die Kosteneffizienz und fördert die Kundenzufriedenheit.

4. Unabhängigkeit von OEM und Lieferengpässen

Die Drittanbieter-Wartung funktioniert unabhängig vom jeweiligen Hersteller. Ausgenommen sind jene Geräte, bei denen die Hersteller im Vorfeld TPM ausschließen. Lieferengpässe für bestimmte herstellerspezifische Teile sind so selten problematisch, da der Drittanbieter auf Alternativen zugreifen kann.

5. Breite Verfügbarkeit von Ersatzteilen

Da TPM-Anbieter üblicherweise mit gezielten Rückkauf-Programmen arbeiten, ist die Auswahl an Ersatzteilen sehr groß. Evernex beispielsweise hält in seinen weltweit verteilten Lagern jederzeit über eine Million Ersatzteile bereit und liefert pro Jahr mehr als 240.000 davon aus.

6. Spezialisiertes Hersteller-übergreifendes Fachwissen

Ingenieure und Servicetechniker von Drittanbietern bringen oft herstellerübergreifendes, tiefes Fachwissen mit. Dadurch wird die Wartung selbst in komplexen und heterogenen IT-Umgebungen spürbar einfacher.

TPM im Kontext von CapEx- und OpEx-Optimierung

Wenn es um die Budgetverteilung auf CapEx und OpEx geht, spielt Drittanbieter-Wartung eine wichtige Rolle. Insbesondere Dienstleister wie Evernex, die eine breite Lösungspalette aus Miet-, Rückkauf-, Wartungs- und Entsorgungsleistungen anbieten, tragen zu einer signifikanten Senkung beider Kostenarten bei. Durch längere Lebenszyklen der Hardware werden die CapEx deutlich reduziert. Auch im operativen Betrieb hilft TPM Unternehmen dabei, durch flexible SLAs und günstigeres Ersatzteilmanagement ihr operatives IT-Budget zu schonen.

Fazit

IT-Kosten senken braucht Strategie – nicht nur Tools

Wer sich mit der Optimierung seines IT-Budgets beschäftigt, kommt um die Drittanbieter-Wartung kaum herum. Diese kann für viele IT-Abteilungen und Rechenzentren eine sinnvolle Alternative zum OEM-Support sein –  insbesondere, wenn das End-of-Service-Life der Geräte bereits erreicht oder überschritten ist. 

Die TPM-Vorteile sind vielfältig: Mit umfangreicher Ersatzteilauswahl, versierten Technikern und flexiblen SLAs können TPM-Anbieter Herstellern häufig überlegen sein. Doch damit der Umstieg auf eine TPM Wartung gelingt, ist ein strategisches Vorgehen unverzichtbar. Dabei wird der Ist-Zustand der IT ermittelt, die Kompatibilität mit TPM-Leistungen sichergestellt und sämtliche Fragen rund um Serviceleistungen, Garantie und Haftung können geklärt werden.

Wenn alles geklärt ist und der TPM Anbieter die Wartung übernommen hat, profitieren Unternehmen von einer deutlichen Senkung ihrer IT-Kosten ohne Qualitätsverluste – ein attraktiver ROI, der auch unter Nachhaltigkeitsaspekten Wettbewerbsvorteile bringt.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten, wie Sie IT-Kosten sparen mit TPM

Was kostet TPM im Vergleich zum OEM?

Studie legen nahe, dass TPM – wo immer sie möglich ist – zu Einsparungen von 50 bis zu 70% führen kann. Das größte Einsparpotenzial liegt dabei in der Herstellerunabhängigkeit, die einen Zugriff auf eine große Anzahl möglicher Ersatzteile zulässt. Auch die Ingenieure und Service-Techniker der TPM Anbieter verfügen über Spezialwissen für verschiedenste Hardware-Systeme.

IT-Kosten senken: Ist TPM genauso sicher und zuverlässig?

Drittanbieter bieten oft maßgeschneiderte Verträge, längere Unterstützungslaufzeiten auch über das End-of-Service-Life-Datum hinaus und individuellere SLAs. Viele TPM Anbieter beschäftigen ehemalige OEM-Techniker und haben Zugriff auf hochwertige Ersatzteile.

Dennoch gilt: Bei Geräten, die noch unter Herstellergarantie stehen, kann TPM diese Garantie verletzen. Auch hochkritische oder sehr neue Systeme mit OEM-spezifischen Firmware-Updates könnten weiterhin OEM-Support benötigen. In bestimmten Branchen, wie etwa dem Gesundheitswesen oder anderen kritischen Infrastrukturen, gelten gesetzliche Regelungen, die nur zertifizierte Wartungsunternehmen zulassen. In diesen Fällen kann eine hybride Supportstrategie, die Herstellersupport und TPM kombiniert, sinnvoll sein.

Besonders zuverlässig ist TPM bei ausgereiften Systemen, die keine häufigen Updates oder Herstellersupport brauchen. Auch, wenn der TPM-Anbieter zertifiziert ist – etwa nach ISO 27001 – und über fundierte Referenzen verfügt, ist das ein Zeichen für eine hohe Zuverlässigkeit. SLAs sollten klar geregelt sein und beispielsweise die Reaktionszeit, Ersatzteilverfügbarkeit und den Vor-Ort-Service umfassen.

Wie funktioniert der Umstieg auf Third-Party Maintenance?

Der Umstieg auf Third-Party Maintenance (TPM) kann Unternehmen nach der Garantiezeit dabei helfen, Kosten zu senken, die Lebensdauer von Geräten zu verlängern und flexibler zu agieren. Damit der Wechsel reibungslos verläuft, ist ein strukturierter Prozess empfehlenswert. Dieser beinhaltet eine Ist-Analyse der bestehenden IT-Infrastruktur, eine Bewertung des TPM-Potenzials und die Auswahl des passenden Anbieters.

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