In diesem Artikel erfahren Sie, was VMware ist und wie Virtualisierung in der Praxis funktioniert. Wir erklären die wichtigsten Grundlagen, zeigen die Vorteile für Unternehmen und gehen auf Themen wie VMware vSphere, Lizenzierung, Kosten und Support ein. Außerdem erhalten Sie einen Überblick über typische Einsatzbereiche, Clustering sowie mögliche VMware Alternativen.
Was ist VMware? Überblick und Einsatzbereiche
VMware ist eine Softwareplattform zur Virtualisierung von Servern und IT-Infrastruktur. Mit VMware können mehrere virtuelle Maschinen (VMs) auf einem einzigen physischen Server betrieben werden. Dadurch lassen sich Hardware-Ressourcen wie CPU, Arbeitsspeicher und Speicherplatz effizienter nutzen.
Die Virtualisierungssoftware wird vor allem in Rechenzentren, Unternehmens-IT und Cloud-Infrastrukturen eingesetzt. VMware gilt seit vielen Jahren als eine der führenden Plattformen für Servervirtualisierung.
Hersteller ist das gleichnamige US-amerikanische Unternehmen VMware. VMware wurde 1998 gegründet und entwickelte früh Technologien, mit denen physische Server in mehrere virtuelle Umgebungen aufgeteilt werden können. Heute bildet VMware in vielen Unternehmen die Grundlage moderner IT-Infrastrukturen und hybrider Cloud-Architekturen.
2023 wurde VMware vom Halbleiter- und Softwarekonzern Broadcom übernommen. In der Folge kam es zu spürbaren Veränderungen: Das Lizenzmodell wurde stärker auf abonnementbasierte Bundles umgestellt, während klassische, einzeln lizenzierte Produkte teilweise entfielen. In Folge kam es unter anderem Preissteigerungen, wodurch sich der Markt in Bewegung gesetzt hat: einige Unternehmen prüfen oder vollziehen Migrationen zu Alternativen im Virtualisierungs- und Hybrid-Cloud-Umfeld.
Hardware effizienter nutzen: Was ist Virtualisierung?
Virtualisierung beschreibt eine Technologie, bei der die Ressourcen eines physischen Servers in mehrere virtuelle Systeme aufgeteilt werden.
Statt für jede Anwendung einen eigenen Server zu betreiben, können Unternehmen mehrere virtuelle Maschinen auf derselben Hardware ausführen. Jede dieser virtuellen Maschinen funktioniert wie ein eigenständiger Server mit eigenem Betriebssystem.
Die Vorteile der Virtualisierung:
- bessere Auslastung vorhandener Hardware
- geringerer Energieverbrauch
- weniger physische Server im Rechenzentrum
- schnellere Bereitstellung neuer Systeme
Für moderne IT-Infrastrukturen ist Virtualisierung deshalb ein zentraler Baustein. Viele Cloud- und Hybrid-Cloud-Architekturen basieren auf Virtualisierungstechnologien wie VMware.
Was ist VMware? – Kurzüberblick (Cheat Sheet)
- Virtualisierungsplattform für Rechenzentren
- Mehrere virtuelle Maschinen auf einem physischen Server
- Zentrale Technologie moderner IT-Infrastrukturen
- Lizenzpflichtige Unternehmenssoftware
- Strategisch relevant für Kosten und Architektur
Erfahren Sie, wie Evernex Ihre IT-Infrastruktur unterstützen kann
Entdecken Sie, wie Evernex zuverlässige, herstellerunabhängige Wartung mit flexiblen SLAs bietet – individuell abgestimmt auf Ihre Geschäftsanforderungen.
Wie funktioniert Virtualisierung mit VMware?
Die Virtualisierung mit VMware basiert auf einer Software-Schicht, dem sogenannten Hypervisor.
Der Hypervisor läuft direkt auf der Hardware eines Servers und sorgt dafür, dass mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig betrieben werden können. Dabei verteilt er Ressourcen wie CPU, Arbeitsspeicher und Speicherplatz auf die einzelnen VMs.
Aus Sicht des Betriebssystems verhält sich jede virtuelle Maschine wie ein eigenständiger physischer Server – obwohl mehrere Systeme dieselbe Hardware nutzen.
Das können VMware-Infrastrukturen
Typische Funktionen moderner VMware-Infrastrukturen sind beispielsweise:
- Live-Migration von virtuellen Maschinen (vMotion)
- automatische Lastverteilung
- Hochverfügbarkeit (High Availability)
- zentrale Verwaltung von Servern und Clustern
Diese Funktionen sorgen dafür, dass Anwendungen stabil laufen und IT-Ressourcen flexibel genutzt werden können.
Erfahre mehr über Servervirtualisierung in unserem Leitfaden (in englischer Sprache).
Host und virtuelle Maschine (VM)
In einer VMware-Umgebung unterscheidet man zwischen Host und virtueller Maschine.
Der Host ist der physische Server, auf dem die Virtualisierungssoftware installiert ist.
Auf diesem Host laufen mehrere virtuelle Maschinen (VMs). Jede VM enthält ein eigenes Betriebssystem, Anwendungen und virtuelle Hardware wie CPU oder Netzwerkkarten.
Dadurch können auf einem einzigen physischen Server beispielsweise ein Windows-Server, mehrere Linux-Systeme, Datenbankserver und Webserver gleichzeitig laufen. Diese Trennung ermöglicht eine sehr flexible Nutzung von IT-Ressourcen.
Das steckt hinter VMware vSphere
Eine der wichtigsten Plattformen im VMware-Ökosystem ist VMware vSphere.
vSphere kombiniert mehrere Komponenten zu einer vollständigen Virtualisierungsplattform für Rechenzentren. Die wichtigsten Bestandteile sind:
VMware ESXi
Der Hypervisor, der direkt auf der Serverhardware installiert wird und virtuelle Maschinen ausführt.
VMware vCenter Server
Eine zentrale Managementplattform zur Verwaltung von Hosts, Clustern und virtuellen Maschinen. Gemeinsam ermöglichen diese Komponenten den Betrieb eines virtuellen Rechenzentrums, in dem Administratoren Infrastruktur zentral verwalten können.
Clustering sorgt für bessere Lastverteilung und höhere Verfügbarkeit
Ein wichtiges Konzept in VMware-Umgebungen ist das Clustering.
Dabei werden im Rahmen des VMware Clustering mehrere physische Hosts zu einem gemeinsamen Ressourcenpool zusammengefasst. Virtuelle Maschinen können innerhalb dieses Clusters automatisch zwischen Servern verschoben werden.
Das bringt mehrere Vorteile:
- bessere Lastverteilung
- höhere Verfügbarkeit von Anwendungen
- automatisches Failover bei Hardwareausfällen
- zentrale Verwaltung von Servern und Clustern
Auch wenn Virtualisierung viele Systeme abstrahiert, bleibt die physische Infrastruktur weiterhin wichtig. Server, Speicherlösungen und Netzwerkinfrastruktur bilden die Grundlage für die virtuelle Umgebung.
VMware sorgt jedoch dafür, dass diese Ressourcen deutlich effizienter genutzt werden können.
Warum ist VMware für Unternehmen wichtig?
Für Unternehmen bietet VMware vor allem strategische Vorteile beim Betrieb ihrer IT-Infrastruktur.
Kosten und Energieverbrauch sinken
Durch Virtualisierung können Organisationen mehrere Workloads auf weniger physischer Hardware betreiben. Dadurch lassen sich sowohl Investitionskosten als auch Energieverbrauch reduzieren.
Darüber hinaus verbessert VMware die Skalierbarkeit von IT-Systemen. Neue virtuelle Server können innerhalb weniger Minuten bereitgestellt werden, ohne zusätzliche Hardware installieren zu müssen. IT-Teams können so schneller auf neue Anforderungen reagieren.
Business Continuity und Flexibilität
Ein weiterer wichtiger Vorteil von VMware ist die Unterstützung von Business Continuity.
Funktionen wie automatische Lastverteilung oder Hochverfügbarkeit helfen dabei, Ausfälle einzelner Server zu kompensieren.
Virtuelle Maschinen können bei Problemen automatisch:
- auf andere Hosts verschoben werden
- neu gestartet werden
- innerhalb eines Clusters migrieren
Darüber hinaus erhöht sich die Flexibilität im Rechenzentrum durch VMware. Die Erklärung: Workloads können relativ einfach zwischen Servern, Rechenzentren oder Cloud-Umgebungen verschoben werden.
Diese Mobilität ist besonders wichtig für hybride IT-Strategien.
Welche Vorteile bietet VMware im Alltag?
Im täglichen Betrieb bringt VMware zahlreiche praktische Vorteile für IT-Abteilungen:
| VMware-Vorteile | Warum ist das wichtig? |
|---|---|
| Bessere Ressourcenauslastung | Hardware wird effizienter genutzt, da mehrere virtuelle Maschinen auf einem Host laufen können. |
| Schnellere Bereitstellung von Servern | Neue Systeme lassen sich innerhalb weniger Minuten erstellen und konfigurieren. |
| Höhere Verfügbarkeit | Durch Funktionen wie automatisches Failover bleiben Anwendungen auch bei Hardwareproblemen verfügbar. |
| Zentralisiertes Management | Über zentrale Managementoberflächen können Administratoren komplette Virtualisierungsumgebungen überwachen und steuern. |
| Flexibles Wachstum | Unternehmen können ihre Infrastruktur durch VMware Virtualisierung schrittweise erweitern, ohne große Hardwareinvestitionen im Voraus tätigen zu müssen. |
Welche Herausforderungen gibt es bei der VMware-Lizenzierung?
Neben den technischen Vorteilen gibt es auch Aspekte, die Unternehmen bei der Nutzung von VMware berücksichtigen müssen.
Besonders im Fokus steht dabei die Lizenzierung der Virtualisierungssoftware.
VMware-Kosten können schwer kalkulierbar sein
VMware-Produkte werden häufig über komplexe Lizenzmodelle bereitgestellt. Die Lizenzierung kann sich beispielsweise an folgenden Faktoren orientieren:
- Anzahl der CPUs
- Anzahl der CPU-Cores
- Funktionsumfang der Plattform
- Abonnementmodelle
Für Unternehmen kann es daher anspruchsvoll sein, den tatsächlichen Lizenzbedarf korrekt zu kalkulieren.
Hinzu kommt, dass sich viele Angebote in den letzten Jahren stärker in Richtung Subscription-Modelle entwickelt haben. Dadurch entstehen häufiger wiederkehrende Lizenzkosten.
Herstellerabhängigkeit und Compliance-Risiken
Ein weiterer Faktor ist die Herstellerabhängigkeit.
Wenn eine IT-Infrastruktur stark auf eine bestimmte Virtualisierungsplattform ausgerichtet ist, kann ein Wechsel zu anderen Lösungen mit Aufwand verbunden sein.
Darüber hinaus müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre eingesetzten Lizenzen den tatsächlichen Nutzungsszenarien entsprechen. Eine saubere Dokumentation und regelmäßige Lizenzprüfungen sind deshalb wichtig.
Evernex: Ihr Experte für VMware-Support
Viele Unternehmen betreiben VMware-Infrastrukturen über viele Jahre hinweg. Dabei spielen sowohl Lizenzkosten als auch der Lebenszyklus der Hardware eine wichtige Rolle.
Mit diesen Leistungen unterstützt Evernex
Evernex unterstützt Unternehmen mit unabhängigen Services rund um den Betrieb von Rechenzentrumsinfrastruktur.
Dazu gehören unter anderem:
- VMware Support
- Third Party Maintenance
- Verlängerung des Hardware-Lebenszyklus
- Ersatzteilversorgung für Server und Storage
- Kostenkontrolle im Rechenzentrum
Evernex berät ganzheitlich
Evernex bietet für VMware-Umgebungen unabhängigen technischen Support sowie Wartungs- und Infrastrukturservices.
Dieser Ansatz ist besonders relevant für Unternehmen, die bestehende VMware-Infrastrukturen weiter betreiben möchten, Wartungskosten reduzieren wollen oder mehr Flexibilität außerhalb klassischer Herstellersupportverträge benötigen
Auf Wunsch analysiert Evernex vorhandene Infrastrukturen und prüft, wie sich Wartungskosten optimieren und Hardware länger wirtschaftlich nutzen lässt.
Sichern Sie Ihre VMware-Umgebung – ohne Herstellerabhängigkeit
Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Infrastruktur, reduzieren Sie Risiken und sichern Sie den Betrieb – mit globalem 24/7-Expertensupport.
Überblick über VMware-Produkte
VMware bietet verschiedene Lösungen für Virtualisierung und Cloud-Infrastruktur.
| VMware-Produkt | Was ist das? |
|---|---|
| Cloud Foundation (VCF) | Integrierter Software-defined Data Center (SDDC)-Stack. Bündelt vSphere, VMware vSAN und VMware NSX in einer Plattform. |
| vSphere Foundation | Virtualisierungsplattform zur Optimierung in traditionellen vSphere-Umgebungen. Enthält vSphere, vCenter sowie Add-ons wie Tanzu Kubernetes Grid, Aria Operations und Aria Operations for Logs. |
| vSphere Client | Grafische webbasierte Oberfläche zur Verwaltung von vCenter Server und ESXi-Hosts. Der vCenter-Client-Server dient als Schnittstelle zur Verwaltung der virtuellen Umgebung. |
| vSphere Client data repository | Speicherort, der die zum Laden und Ausführen erforderlichen Informationen enthält, wie zwischengespeicherte Daten, Plug-in-Dateien und Oberflächeneinstellungen. |
| vCenter Single Sign-On SSO | Identitätsmanagement-Komponente der vCenter-Server-Architektur, die eine zentrale Authentifizierung für VMware-Komponenten bereitstellt. |
| NSX | Software, die Netzwerk- und Sicherheitskomponenten virtualisiert, wie softwaredefiniertes Switching, Routing, Firewalling und Mikrosegmentierung. |
| vSan | Hyperkonvergenter, softwaredefinierter Speicher, der in den Hypervisor integriert ist. |
| site disaster recovery manager | Automatisierungstool für Disaster Recovery, das Failover, Failback und das Testen von DR-Plänen über mehrere Standorte hinweg orchestriert. |
| vRealize Suite | Sammlung von Softwaretools zur Unterstützung der Erstellung und Verwaltung hybrider Clouds. |
| HCX | Software as a Service (SaaS). HCX ermöglicht es Nutzern, mehrere vSphere-Instanzen über verschiedene Umgebungen hinweg zu verwalten und erleichtert Data-Center-Migrationen, Mobilität und Konnektivität. |
| ESXi hypervisor | Bare-Metal-Hypervisor, der die direkte Kontrolle über die Hardware-Ressourcen ermöglicht. |
Häufig gestellte Fragen
Was ist VMware?
VMware ist eine Virtualisierungsplattform, mit der mehrere virtuelle Maschinen auf einem physischen Server betrieben werden können. Die Software abstrahiert Hardware-Ressourcen wie CPU, Arbeitsspeicher und Storage und ermöglicht eine effizientere Nutzung von IT-Infrastruktur.
Was ist VMware ESXi?
VMware ESXi ist ein Hypervisor, der direkt auf der Hardware eines Servers installiert wird. Er ermöglicht es, mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig auszuführen und bildet die Grundlage vieler VMware-Infrastrukturen.
Was kostet VMware?
Die Kosten für VMware hängen von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Anzahl der CPUs oder Cores sowie den verwendeten Funktionspaketen. Viele VMware-Produkte werden inzwischen über abonnementbasierte Lizenzmodelle bereitgestellt.
Warum suchen Unternehmen nach VMware Alternativen?
Einige Unternehmen prüfen Alternativen zu VMware aufgrund steigender Lizenzkosten, neuer Subscription-Modelle oder strategischer Veränderungen im Markt. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Organisationen ihre Virtualisierungsstrategie neu bewerten.
Wie leistet Evernex VMware Support?
Evernex unterstützt VMware-Umgebungen durch Wartung, Ersatzteilversorgung und technischen Support für Server- und Storage-Hardware. Ergänzend helfen Services wie Third Party Maintenance und Hardware Lifecycle Management dabei, die Betriebskosten zu optimieren.


