Weltweiter Chipmangel: Auswirkungen auf Industrie und IT-Infrastruktur
Toyota, der weltweit größte Automobilhersteller, hat im September seine Jahresproduktionsprognose nach unten korrigiert. Ford stoppte Schichten im Dearborn-F-150-Werk in Detroit, und General Motors rechnet mit einem Gewinneinbruch von bis zu 2 Milliarden US-Dollar. Die Folgen des globalen Chipmangels werden zunehmend spürbar – und sie betreffen weit mehr als die Automobilbranche.
Ursachen: Nachfrageboom trifft auf Produktionsengpässe
Die Pandemie hat neue Konsumgewohnheiten geschaffen: Durch Lockdowns stieg die Nachfrage nach Spielkonsolen, Fernsehern, Computern und Smartphones sprunghaft an. Gleichzeitig musste die Produktion weltweit phasenweise heruntergefahren werden. Extreme Wetterereignisse führten zusätzlich zu temporären Werksschließungen. Dies alles verschärfte den Druck auf Chiphersteller, die ohnehin mit stetig wachsender Nachfrage nach technologisch anspruchsvollen Produkten konfrontiert waren.
Nachfrage übersteigt Angebot – mit Auswirkungen auf Rechenzentren
Neben Halbleitern sind auch Leiterplatten, Widerstände und Kondensatoren betroffen. Die stark gestiegene Nachfrage nach Equipment für Remote-Arbeit und nach On-Premises-Infrastruktur hat die Verfügbarkeit zentraler Komponenten weiter reduziert. Dies wirkt sich unmittelbar auf den Betrieb und die Erweiterung von Rechenzentren aus.
Ein wesentlicher Faktor für die aktuelle Knappheit ist zudem die jahrzehntelange Unterinvestition in Substrate. Hersteller wie AMD und Intel sehen sich gezwungen, ihre Kapazitäten auszubauen bzw. zusätzliche Zulieferer einzubinden – verbunden mit erheblichen Kostensteigerungen.
Preissteigerungen entlang der gesamten Lieferkette
Die höheren Beschaffungskosten für Halbleiter und Komponenten führen zwangsläufig zu Preissteigerungen, wie Robert Johnson, CEO des Rechenzentrumsinfrastruktur-Anbieters Vertiv, bestätigt. Für Unternehmen, die bereits vor der Herausforderung stehen, komplexe IT-Infrastrukturen effizient zu betreiben, stellt dies eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Selbst wenn sich die Versorgungssituation in den kommenden Jahren entspannt, ist davon auszugehen, dass das derzeitige Preisniveau bestehen bleibt.
Viele IT-Budgets wurden durch pandemiebedingte Kapazitätserweiterungen und Investitionen in Homeoffice-Lösungen bereits deutlich strapaziert. Für manche Unternehmen kann dies zu einer ernsthaften Bedrohung ihrer Profitabilität werden.
Evernex: Betriebssicherheit trotz Chip-Knappheit
Evernex unterstützt Unternehmen dabei, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Der IT-Spezialist verlängert die Lebensdauer vorhandener IT-Infrastrukturen durch kosteneffizienten Third-Party-Support – zu bis zu 70 % geringeren Kosten im Vergleich zu OEM-Herstellern. Dadurch entfällt in vielen Fällen die Notwendigkeit, funktionierende Hardware durch Neugeräte zu ersetzen.
Unternehmen gewinnen so Unabhängigkeit von End-of-Life- (Herstellung wird eingestellt) und End-of-Service-Life-Terminen (Support endet) der Hersteller. Dies reduziert nicht nur Kosten, sondern mindert auch die Belastung globaler Lieferketten.
Refurbished Hardware als nachhaltige Alternative
Evernex bietet professionell wiederaufbereitete Hardware, die strengen Qualitätsprozessen unterzogen wird: Inspektion, Reinigung, Tests und vollständige Wiederherstellung auf Herstellerspezifikationen. Unternehmen profitieren von einer verlässlichen Performance, verlängerten Nutzungszyklen und einer verbesserten Kapitalrendite – ohne Qualitäts- oder Leistungseinbußen.
Durch das globale Netzwerk von über 330 Forward-Stocking-Locations und mehr als 850.000 Multi-Vendor-Komponenten ermöglicht Evernex zudem schnelle Verfügbarkeit. Dank des „Spare parts as a Service“ (SPaaS™) sind Ersatzteile weltweit zeitnah lieferbar – selbst unter den derzeit schwierigen Marktbedingungen.
Fazit
Die Kombination aus refurbished Hardware und Third-Party-Maintenance bietet eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Auswirkungen des globalen Chipmangels abzufedern. Gleichzeitig leistet dieser Ansatz einen entscheidenden Beitrag zu einem nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen, indem er die traditionelle Praxis des schnellen Hardwareaustauschs infrage stellt. Unternehmen, die diese Alternativen nutzen, sichern ihre Betriebskontinuität – und stärken zugleich ihre wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.