Datenmigration: Begriffserklärung, Durchführung und Ziele

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Die Datenmigration ist ein zentraler Bestandteil jeder IT-Modernisierung. Sie umfasst die Übertragung von Daten zwischen Systemen, Speichermedien oder Formaten und ist oft der erste Schritt in Richtung Cloud-Transformation oder Infrastrukturoptimierung. In diesem umfassenden Leitfaden erläutern die Experten von Evernex, was Datenmigration bedeutet, welche Arten es gibt und wie Sie Ihre Migration effizient und sicher gestalten können.

Was ist Datenmigration? Definition und Bedeutung

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Bei der Datenmigration werden digitale Informationen von einem Speichersystem in ein anderes System bzw. in eine andere Umgebung übertragen. Die Daten können beispielsweise in Datenbanken, aber auch in Rechenzentren oder in andere Dateiformate übertragen werden.

Beispiele für Datenressourcen, die im Rahmen der Migration übertragen werden, sind:

  • Anwendungen, Betriebssysteme und Umgebungen
  • Relationale Datenbanken wie SQL Server oder MySQL
  • Unstrukturierte Datenbanken wie MongoDB oder DocumentDB
  • Data Lakes und Datenblobs

Bei Datenmigrationen kann es auch zur Verlagerung ganzer Rechenzentren kommen – eine umfassende Planung ist in solchen Fällen von zentraler Bedeutung.

Planung einer Datenmigration: Schritte und Überlegungen

Handschuh sichere Datenentsorgung Evernex

Bevor eine Datenmigration durchgeführt werden kann, muss zunächst ermittelt werden, über welche Daten das jeweilige Unternehmen tatsächlich verfügt. Die Daten müssen geordnet und hinsichtlich ihrer Qualität bewertet werden.

Doch hier hört die Planung noch lange nicht auf. Zu bewerten sind außerdem die Auswirkungen der Migration auf das Unternehmen. Es müssen Verantwortliche benannt werden, die über das benötigte Fachwissen verfügen. Weitere wichtige Punkte sind das Budget, der Zeitplan sowie die Kommunikationsmethoden, die während der Datenmigration genutzt werden.

Bei der Konzeption des Migrationsprozesses kommt es vor allem auf die folgenden Punkte an:

  • Auswahl von Datenmigrationssoftware und -hardware,
  • Definition von Spezifikationen für die Datenmigration
  • Festlegung der Migrationsgeschwindigkeit

In den meisten Unternehmen ist nicht genügend Fachwissen vorhanden, um die Datenmigration ohne fremde Hilfe durchzuführen. Dies gilt vor allem, wenn die Daten in ein Cloudsystem migriert werden.

Externe Experten können das Projekt in überschaubarer Zeit zum Abschluss bringen und eine sichere Migration der Daten garantieren.

Strategien für die Datenmigration

Eine geeignete Strategie ist entscheidend, um ein Datenmigrationsprojekt erfolgreich durchführen und abschließen zu können. Durch eine sorgfältige Planung lassen sich Budgetüberschreitungen und verpasste Fristen vermeiden. Bei größeren Projekten beginnt die Planung für die Datenmigration mindestens ein bis zwei Jahre im voraus.

Achten Sie darauf, dass Ihre Strategie nicht nur effizient, sondern auch gesetzeskonform ist. Ein Migrationsprojekt kann durchaus in einer Verletzung von Datenschutzgesetzen und anderen Vorschriften enden. Entsprechende Bußgelder lassen sich durch eine gewissenhafte Projektplanung vermeiden.

Gründe für Datenmigrationen

Evernex Techniker testen überholte IT-Hardware

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, eine Datenmigration durchzuführen. Sofern es sich nicht um eine Behörde handelt, ist der Anlass jedoch fast immer ein Umstieg auf neue Technologien. Unternehmen können durch eine Datenmigration ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und ihre Daten effizienter nutzen. Auch kann durch die Speicherung von Daten an einem Ort die Notwendigkeit von mehreren Systemen samt Hardware reduziert werden.

In Institutionen, in denen große Datenmengen verarbeitet werden, wie beispielsweise in der Versicherungsbranche, sind Datenmigrationen ein alltäglicher Vorgang. Ein Festhalten an alten Technologien würde das Unternehmen zurückwerfen und die Wettbewerbsfähigkeit gefährden – man denke nur an die Microfiche-Technologie, die bis in die 2000er-Jahre hinein als Speichermedium diente.

Durch die Digitalisierung wurden die Daten auf moderne Systeme übertragen, was den Zugriff und die Verarbeitung erheblich vereinfachte.

Die gängigsten Datenmigrationstypen im Überblick

Die Datenmigration kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden. Nachfolgend beschreiben wir die gängigsten Datenmigrationstypen.

  1. Speichermigration – Diese Migrationen konzentrieren sich auf die Übertragung von Daten von einem Speichergerät auf ein neues oder ein anderes Gerät. Dies kann entweder lokal oder in der Cloud erfolgen.
  2. Datenbankmigration – Bei einer Datenbankmigration wird eine Aktualisierung einer Datenbank-Engine durchgeführt. Die gesamte installierte Datenbank samt Daten wird auf ein neues Gerät verschoben. Da es hier um größere Datenmengen geht, ist der Aufwand deutlich größer als bei Speichermigrationen – vor allem, weil man es mit größeren Datenmengen zu tun hat.
  3. Anwendungsmigration – Bei dieser Art der Datenmigration handelt es sich häufig um eine Kombination aus Speicher- und Datenbankmigration. Beim Verschieben von kompletten Software-Tools müssen nicht nur Datenbanken und Ordner, sondern auch die Installationsdateien verschoben werden. In einigen Fällen werden die Softwarehersteller in den Prozess einbezogen, um eine reibungslose Migration zu gewährleisten.

Datenmigration in die Cloud

Große Rechenzentren geraten in Zeiten von hohen Energiekosten immer mehr aus der Mode. Da die Unternehmen aber immer größere Datenmengen generieren, muss eine Alternativlösung gefunden werden.

Diese besteht in der Nutzung der Cloud-Technologie, die Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Anwendungen in einer leistungsfähigen und zugleich kostengünstigen Umgebung zu hosten.

Prinzipiell können die Daten offline oder online migriert werden. Bei der ersten Variante ist ein Speichergerät involviert, das zwischen dem bisherigen Rechenzentrum und dem Standort des Cloud-Speichers hin- und her transportiert wird.

Bei der Online-Migration wird eine WLAN-Verbindung (entweder privat oder dediziert) verwendet.

Welche Variante die beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört beispielsweise der vorgesehene Zeitrahmen. Ein weiterer Faktor sind die Sicherheitsanforderungen und die Arten von Workloads, die von der Datenmigration betroffen sind.

Entscheidend ist außerdem das Datenvolumen. Werden weniger als 10 TB migriert, kann sich ein Speichergerät als der einfachste und kostengünstigste Weg erweisen. Für Datenmigrationen im Petabyte-Bereich stehen spezielle Datenmigrationsgeräte bereit, die vom jeweiligen Cloud-Anbieter bereitgestellt werden.

Best Practices für eine erfolgreiche Datenmigration (FAQ)

Eine erfolgreiche Datenmigration erfordert sorgfältige Planung und Umsetzung, um die Risiken zu minimieren und den Geschäftsbetrieb nicht zu stören. Ein zentraler Schritt ist das Verständnis der Daten und des Verwendungszwecks.

Daten, die zur Analyse oder zur Erfüllung gesetzlicher Vorschriften verwendet werden, haben unterschiedliche Anforderungen an Speicherung und Formatierung. Daher ist es entscheidend, frühzeitig alle relevanten Stakeholder einzubeziehen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bewertung der Quell- und Zielumgebungen. Wenn verschiedene Betriebssysteme oder Datenbanken genutzt werden, können Anpassungen nötig sein. Probleme wie doppelte oder ungenaue Daten sollten vor der Migration behoben werden.

Es ist außerdem wichtig, den Zeitplan, die Sicherheit der Daten sowie mögliche Verzögerungen frühzeitig zu berücksichtigen. Entscheidend ist, dass die Daten während der Übertragung gut geschützt sind – beispielsweise durch Verschlüsselung.

Darüber hinaus müssen die für die Datenmigration genutzten Tools sorgfältig ausgewählt werden. Ob Cloud-basierte Lösungen oder Open-Source-Tools – die Wahl hängt stets von der spezifischen Migrationsstrategie ab. Wichtig ist, dass die Tools mit den bestehenden Systemen kompatibel sind und den Migrationsprozess möglichst effizient gestalten.

Eine weitere Best Practice ist die Testmigration. Bevor die eigentliche Migration stattfindet, sollte der Prozess in einer Testumgebung simuliert werden.

Dadurch lassen sich potenzielle Fehler frühzeitig erkennen und beheben, bevor sie im Echtbetrieb Probleme verursachen. Dies minimiert das Risiko von Datenverlusten und Störungen des laufenden Geschäftsbetriebs.

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Häufig gestellte Fragen zur Datenmigration

Was ist unter Datenmigration zu verstehen?
Datenmigration bezeichnet den Prozess der Übertragung von Daten zwischen verschiedenen Speichersystemen, Datenbanken oder Formaten. Dies kann sowohl lokal als auch in die Cloud erfolgen und ist oft notwendig, wenn Unternehmen ihre IT-Infrastruktur modernisieren oder skalieren möchten .

Warum ist eine sorgfältige Planung der Datenmigration wichtig?
Eine gründliche Planung minimiert Risiken wie Datenverlust, Ausfallzeiten und Compliance-Verstöße. Sie umfasst die Analyse der Quelldaten, die Auswahl geeigneter Migrationswerkzeuge und die Festlegung eines klaren Zeitplans.

Welche Best Practices sollte man bei der Datenmigration beachten?
1.Frühzeitige Einbindung aller Stakeholder.
2.Gründliche Datenbereinigung vor der Migration.
3.Einsatz geeigneter Migrationswerkzeuge.
4.Durchführung von Testmigrationen.
5.Sicherstellung der Datensicherheit während des gesamten Prozesses .

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